Der Vorleser
4. Der Ich-Erzähler Michael
Der Roman “Der Vorleser” von Bernhard Schlink handelt von dem 15-Jährigen Schüler Michael. j,
Eines Tages nach der Schule auf dem Weg nach Hause trifft er zufällig die wesentlich älteren Hanna
Schmitz. Nach kurzer Zeit beginnt eine heimliche, und leidenschaftliche Beziehung. Das Verhältnis ist
eigentlich simpel; Vorlesen, Duschen, Sex und bei einander zu liegen. Der Prozess spielt in einem
hohen Tempo. “ich sah aus dem Bettrand. Ich war wie Betäubt.“ (s 36) Die Beziehung Zwischen
Hanna und Michael trennt ihn emotional von den bisherigen Lebenswelten Familie und Schule.
Michael ist in einem Prozess des Wandels, und die Entwicklung geht sehr schnell. "Mir war, als
säßen wir das letzte Mal gemeinsam um den runden Tisch, ich fühlte mich wie bei einem Abschied."
(S.31 und 32). Michael wird Verliebt im Hanna und er muss ihr die ganze Zeit sehen. Er begibt sich in
vollkommene Abhängigkeit von Hanna, und sie ist fast der eigentliche Anhaltspunkt in seinem Leben.
Deshalb ist es ein schwerer schlag für Michael, wann Hanna verschwindet plötzlich aus der Stadt. Er
glaubt, dass er Hanna verraten hat, und sie ihn deshalb verlassen habe. Michael denkt dass die Episode
am Schwimmbad, wo er Hanna nicht erkennt hat, hat Hanna Enttäuscht.
Im zweiten teil des Buches ist Michael ein Jura-Student. Als er eine Seminarsitzung einen Prozess
über ehemalige KZ-Aufseher besucht, sieht er Hanna auf der Anklagebank. Michaels Charakter hat
sich deutlich verändert. Er wirkt Verschlossen und kaltherzig, und er fühlt fast keine Empfindlichkeit
für die Schwache Hanna. Michael hat sich verändert von Emotional, Sensibel, und vielleicht auch ein
bisschen Naiv, zu einen mehr berechnend und zurückgelehnt Typ. Er hat nicht Kontakt mit Hanna, er
spricht nicht mit ihr und versucht nicht. Sie haben nur Augenkontakt, während der
Gerichtsverhandlungen. Was auch immer im Prozess zur Sprache gebracht worden, sei und was er
sich auch immer im Hinblick auf Hanna vorgestellt habe, Erinnerungen an ihre sexuelle Affäre oder
Vorstellungen über Hannas Verbrechen, niemals habe er dabei etwas gefühlt. Michael ist Betäubt von
seiner Gefühle. Auch später wann Hanna im Gefängnis ist, ist Michael sehr distanziert. Er schickte
ihre Hörkassetten, von ihm zwar gesprochen, aber nicht mit persönlichen Briefen Versehen. Michael
wagen nicht in Kontakt mit Hanna, aber trotzdem füllt sie ein großer Teil seines Lebens.
Er heiratet Gertrud, eine Frau, die er von seiner Arbeit kennt, und sie haben zusammen ein Kind; Julia.
Nach 5 Jahren geht die Ehe in die Brüche, weil Michael das Verhältnis mit Gertrud immer mit dem
Zusammensein mit Hanna verglich. Michael ist im Zweifel was zu tun mit Hanna. Er fühlt eine