Studiekompasset.dkKlasse: STX 3.g · Fag: Tysk fortsættersprog A
Referat af Tschick
Unfall und Erinnerungen
Der vierzehnjährige Maik Klingenberg sitzt auf einer Station der Autobahnpolizei. Als ihm bewusst
wird, dass er verletzt ist, wird er ohnmächtig. Er wird ins Krankenhaus gebracht und denkt dort
zurück an die Ereignisse, die ihn in seine jetzige Situation gebracht haben.
Er war ein Junge ohne Freunde und ohne Spitznamen. Nur eine Zeit lang nannte die Klasse ihn
Psycho”, weil er in einem Aufsatz offen über das Alkoholproblem seiner Mutter geschrieben hatte.
Es störte ihn eigentlich nicht, dass niemand sich für ihn interessierte, nur die Aufmerksamkeit seiner
Klassenkameradin Tatjana Cosic, in die er verliebt ist, hätte er gerne gehabt.
Da kommt Tschick neu in die Klasse, ein Russlanddeutscher, der sich in vier Jahren von der
Förderschule zum Gymnasium hochgearbeitet hat. Allerdings kommt er regelmäßig betrunken in
die Schule, und das macht sich in seinen Noten bemerkbar. Niemand weiß Genaues über ihn, es
kursieren aber Gerüchte, sein Bruder gehöre zur russischen Mafia. Doch das anfängliche Interesse
an ihm lässt bald nach, stattdessen spricht die Klasse unaufhörlich von Tatjanas bevorstehender
Geburtstagsparty. In mühseliger, wochenlanger Kleinarbeit fertigt Maik eine Beyoncé-Zeichnung
als Geschenk an. Doch Tatjana lädt ihn nicht ein. Weil er ein Langweiler ist, denkt er. Er nimmt
seine Zeichnung und beginnt, sie zu zerreißen.
Sommerferien, Lada und Party
Maik wohnt mit seinen Eltern in einer Villa in Berlin-Hellersdorf. Die Baufirma seines Vaters ist
nach langen Prozessen mit Umweltschützern bankrottgegangen, und Maik kennt seinen Vater seit
langer Zeit nur gereizt und fluchend. Es ist der Beginn der Sommerferien, und seine Mutter soll
wieder einmal in die Entzugsklinik. Sie hat sich noch einmal richtig betrunken, und Maik muss ihr
ins Taxi helfen. Der Vater geht seinerseits auf eine vierzehntägige Geschäftsreise. Maik weiß
genau, dass sein Vater die Zeit mit seiner neunzehnjährigen Assistentin verbringen wird, spielt das
Spiel aber mit.
Als Maik alleine zu Hause ist, kommt Tschick auf einem Fahrrad angefahren. Erst versucht Maik,
ihn zu ignorieren, doch schließlich spielen sie zusammen Computerspiele und stellen dabei fest,
dass sie beide nicht zu Tatjanas Party eingeladen sind. Maik tut so, als wäre es ihm egal.
Am nächsten Morgen hält Tschick mit einem alten Lada Niva vor Maiks Haustür. Er hat den
dreckigen, kaputten Wagen geklaut. Maik weigert sich zunächst einzusteigen, doch er will einmal
kein Feigling sein und fährt schließlich mit. Zurück in der Villa zeigt er Tschick seine Beyoncé-
Zeichnung. Tschick bemerkt sofort den sorgfältig geklebten Riss und liest darin Maiks Gefühle. Er
schlägt vor, zu Tatjanas Party zu fahren und ihr die Zeichnung zu geben. Maik hält das für eine
schlechte Idee, lässt sich aber doch zu der Party bringen und überreicht Tatjana die Zeichnung. Vor
den Augen ihrer perplexen Klassenkameraden fahren beide wieder weg.
Brötchen und neues Nummernschild
Tschick hat die Idee, sie könnten gemeinsam eine Fahrt machen und seinen Großvater in der
Walachei besuchen. Maik lacht und versucht, ihm zu erklären, dass es die Walachei nur als
Redewendung gebe. Doch später schaut er das Wort nach und stellt fest, dass es die Gegend
wirklich gibt.
In aller Frühe packen sie das Auto für die Reise und fahren los. Aber ohne GPS und Landkarten
wissen sie nicht genau, in welche Richtung sie müssen. Sie fahren auf gut Glück über einsame
Feldwege, geraten in ein Gewitter und verbringen die Nacht im Auto.
Am nächsten Morgen übt Maik ein paar Stunden Auto fahren und lässt sich danach erklären, wie
man einen Wagen kurzschließt. An einer Dorfbäckerei treffen sie ihren dicken Klassenkameraden
Lutz Heckel mit seinen ebenfalls dicken Eltern. Tschick und Maik erzählen, sie seien auf einer
Fahrradtour, und bekommen zu ihrer großen Überraschung von Heckels Vater belegte Brötchen zur
Stärkung geschenkt.
Während sie essen, beobachtet Maik die vielen beige gekleideten Rentner, die am Markt aus den
Reisebussen steigen. Er denkt darüber nach, dass alle diese Menschen einmal jung gewesen sind.
Da sieht Tschick zwei Polizisten, die Nummernschilder prüfen. Die Jungen gehen schnell zu ihrem
Wagen zurück, tauschen ihr Nummernschild mit dem eines VW Käfers und parken schließlich in
einem Wald. Sie gehen den Weg zu einer Aussichtsplattform hinauf und schlagen dort ihr
Nachtlager auf. Ergriffen betrachten sie den Sternenhimmel und unterhalten sich darüber, ob es dort
oben wohl Außerirdische geben könnte.
Mittagessen und Autolackierung
Maik und Tschick fahren in ein kleines Dorf und suchen den Supermarkt. Sie treffen den
zwölfjährigen Friedemann. Seine Familie kauft grundsätzlich nicht im Supermarkt ein, deshalb
weiß er nicht, wo er ist. Doch seine Mutter lädt Tschick und Maik zum Mittagessen ein. Das
vegetarische Essen schmeckt Tschick und Maik fantastisch, doch um den Nachtisch veranstaltet die
Mutter für ihre fünf Kinder ein Quiz. Wer die Antwort auf ihre Fragen zu den Themen Harry Potter,
Religion, Wissenschaft und Politik weiß, bekommt das jeweils größte Schälchen. Für Maik und
Tschick bleiben am Ende die beiden kleinsten zurück. Sie verabschieden sich, finden den
Supermarkt und gehen mit ihren Einkäufen zurück zum Auto.
Maik geht zum Pinkeln in die Büsche. Als er wieder zurückkommt, bemerkt er einen Polizisten. Er
gibt Tschick ein Zeichen, und dieser rast mit dem Wagen davon. Maik schnappt sich das Fahrrad
des Polizisten und flieht ebenfalls. Er fährt zurück zur Aussichtsplattform, weil er hofft, Tschick
dort wiederzufinden. Doch als er ankommt, ist Tschick nicht da. Schließlich findet Maik eine Cola-
Flasche mit einem Zettel von Tschick. Er hat den Lada in der Zwischenzeit schwarz umgespritzt
und holt Maik am Abend ab.
Benzinklauen und Müllkippe
Als ihr Tank leer ist, fahren sie an einer Raststätte ab und beratschlagen. Da fällt Maik ein, dass sie
Benzin aus einem anderen Auto klauen könnten. Aus einem Kinderbuch weiß er, wie man über
einen Schlauch Flüssigkeiten ansaugt. Sie haben aber keinen Schlauch. Tschick erinnert sich an
eine Müllkippe kurz vor der Raststätte. Auf dem Weg dorthin kommen sie an Brombeerbüschen
vorbei und essen Beeren vom Strauch.
Auf der Müllhalde treffen sie Isa, ein etwa vierzehnjähriges, dreckiges, stinkendes Mädchen. Isa
und Tschick bewerfen sich zwar mit Schimpfworten, sie zeigt ihnen aber, wo es Schläuche gibt.
Auf dem Weg zurück läuft sie den Jungen hinterher und und redet ununterbrochen. Es gelingt den
Jungen jedoch, sie vorläufig loszuwerden.
Nach Anbruch der Dunkelheit versuchen Maik und Tschick, bei einem Golf das Benzin
anzusaugen, scheitern aber dabei. Da taucht Isa wieder auf. Sie weiß genau, wie das Ansaugen
funktioniert, und hilft ihnen. Jetzt sehen Tschick und Maik sich genötigt, sie mitzunehmen. Sie
kommen in ein Gebirge, fahren Serpentinen hinauf und halten schließlich an einem See an. Tschick
und Maik werfen Isa ins Wasser. Daraufhin zieht sie sich komplett aus und seift sich ein. Maik
bewundert insgeheim ihre Figur.
Isas Kuss und Abfahrt
Am nächsten Morgen geht Tschick in den nahegelegenen Ort, um einzukaufen. Isa und Maik
bleiben alleine zurück, und Isa bittet Maik, ihr die Haare zu schneiden. Dazu zieht sie sich das T-
Shirt aus. Als sie einen onanierenden Mann am Waldrand sieht, schmeißt sie mit Steinen nach ihm,
bis er davonläuft. Nach dem Haareschneiden sitzen Isa und Maik nebeneinander und bewundern die
Aussicht. Isa fragt Maik, ob er schon mal gefickt habe. Er verneint mit heißem Kopf. Ob er denn
wolle, fragt sie ihn weiter, und Maik sagt wieder Nein. Isa schlägt vor, sie könnten es erst einmal
mit Küssen versuchen. Da kommt Tschick zurück.
Gemeinsam erklimmen sie den Gipfel und kommen zu einer kleinen Holzhütte, in die Besucher seit
über hundert Jahren ihre Namen geschnitzt haben. Tschick schnitzt auch ihre Initialen und die
Jahreszahl in das Holz. Alle drei schwören sich, dass sie sich in fünfzig Jahren genau an dieser
Stelle wieder treffen. Zurück bei ihrem Wagen sehen sie Reisebusse. Isa bittet Tschick und Maik,
ihr dreißig Euro zu leihen, damit sie mit dem Bus zu ihrer Halbschwester nach Prag weiterfahren
könne. Sie verabschiedet sich und küsst Maik auf den Mund.
Limonade und Hilfe
Tschick und Maik gelangen an einen alten Tagebau. Vorsichtig fahren sie über die Brücke, die über
die Mondlandschaft führt, und finden auf der anderen Seite ein verlassenes Dorf. Plötzlich wird auf
sie geschossen. Maik entdeckt einen alten Mann mit Gewehr. Horst Fricke lädt sie auf eine
Limonade ein und zeigt ihnen alte Fotos von sich und seiner Jugendliebe Elsa. Er behauptet, sie
seien Kommunisten gewesen, Elsa sei im KZ gestorben, und er sei in ein Strafbataillon gekommen,
wo er einen Russen nach dem anderen abgeknallt habe. Er ist stolz auf seine Leistungen als Schütze
und spricht voll Hass von den Russen.
Sie fahren weiter. Als sie ein Polizeiauto sehen, gibt Tschick Gas. Er fährt eine steile Böschung
hinunter, und der Wagen überschlägt sich. Geschockt, aber unverletzt kriechen die Jungen aus dem
Lada. Eine „nilpferdartige“ Frau mit Feuerlöscher kommt auf sie zugestürzt, um zu helfen. Als sie
Blut an Tschicks Kinn sieht, fällt der Feuerlöscher aus ihrer Hand auf Tschicks Fuß. Sie trägt den
Jungen zu ihrem BMW und rast über die Autobahn zum Krankenhaus. Sie ist Sprachtherapeutin
und macht mit Tschick während der Fahrt Stimmbildungsübungen. Da Tschick nicht
krankenversichert ist, erklärt sie sich bereit, die Kosten zu tragen, und gibt ihnen Geld für die
Rückfahrt.
Gipsbein und Unfall
Tschicks Fuß wird eingegipst und soll vom Arzt noch einmal überprüft werden. Während sie
warten, schaut Maik aus dem Fenster und sieht den Lada auf einem nahegelegenen Parkplatz. Nach
dem Gespräch mit dem Arzt wollen die Jungen direkt zurück zum Wagen, werden aber von der
Krankenschwester aufgehalten, die erfahren will, wie sie denn jetzt nach Hause kämen. Sie seien
bei einer Tante zu Besuch, behauptet Maik. Daraufhin bringt die Krankenschwester sie zu einem
Telefon. Maik wählt eine beliebige Nummer. Als sich ein Herr Reiber meldet, spricht er ihn als
„Tante“ an. Der Mann versteht das Spiel, fragt Maik, ob er in Schwierigkeiten sei, und bietet ihm
seine Hilfe an. Maik lehnt ab. Schließlich lässt die Krankenschwester Maik und Tschick gehen.
Mit seinem Gipsbein kann Tschick nicht mehr Auto fahren. Maik soll das übernehmen. Doch der
weigert sich und beichtet Tschick, dass er ein Feigling sei. Tschick widerspricht ihm. Er habe mit
ihm die beste Woche seines Lebens verbracht. Zögernd gesteht er Maik, er sei schwul. Sie sitzen
eine Weile schweigend im Auto, dann fährt Maik los. Er ist nass geschwitzt vor Nervosität und
gleichzeitig überglücklich, dass ihre gemeinsame Fahrt weitergeht.
Sie fahren hinter einem Schweinetransporter her, als dieser ins Schleudern kommt und umfällt. Der
Lada steuert direkt auf den umgekippten Laster zu. Nach dem Zusammenprall steht Maik unter
Schock. Die beiden Jungen befreien sich aus dem Auto, Tschick läuft humpelnd davon, und Maik
wird von einem Autobahnpolizisten mitgenommen.
Gerichtsverhandlung, Schulbeginn und Isa
Vier Wochen sind seit dem Unfall vergangen. Tschick ist in einem Jugendheim untergebracht und
Maik ist in der elterlichen Villa. Sein Vater hat Mühe, seine Aggression in Zaum zu halten. Er
möchte, dass Maik vor Gericht Tschick die Alleinschuld geben soll. Tschick habe schließlich schon
eine kriminelle Vergangenheit. Doch Maik will dem Richter die Wahrheit berichten. Daraufhin
prügelt der Vater auf ihn ein.
Erst am Tag der Gerichtsverhandlung sieht Maik Tschick wieder. Vor dem Richter nehmen sie sich
gegenseitig in Schutz, und der Richter spricht milde Urteile. Tschick bleibt im Jugendheim, und
Maik muss dreißig Arbeitsstunden ableisten.
Am ersten Schultag nach den Sommerferien erreicht Maik ein Zettel von Tatjana, in dem sie fragt,
was mit ihm passiert sei. Er schreibt eine kurz gefasste Antwort, doch der Zettel wird von Lehrer
Wagenbach abgefangen und der ganzen Klasse vorgelesen. Niemand glaubt Maiks kurzer
Erzählung.
Da schaut der Schuldirektor mit zwei Polizisten herein und fragt nach Maik. Es ist ein weiterer
Lada geklaut worden, und Maik muss ihnen erklären, warum Tschick und er mit diesem Fall nichts
zu tun haben können. Die Polizisten gehen, haben aber zu Maiks Zufriedenheit Eindruck in der
Klasse hinterlassen.
Maik erhält einen Brief von Isa, die in der nächsten Woche nach Berlin kommen und ihn treffen
will. Da hört Maik Krach auf der Terrasse. Seine Mutter ist gerade dabei, Möbel in den
Swimmingpool zu werfen. Alle diese Dinge seien nicht wichtig, sagt sie ihm, wichtig sei nur, dass
man glücklich ist. Sie beginnen, gemeinsam die Einrichtung ins Wasser zu werfen. Schließlich
springen Maik und sie in den Pool. Von unten betrachtet Maik die schwimmenden Möbel und die
Gesichter zweier Polizisten, die nach dem Rechten sehen. Dabei denkt er an die Ereignisse des
vergangenen Sommers, an Tschick und Isa.